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Welches Schnitzel ist Ihnen lieber?

Liebe Gäste,

insbesondere in Zeiten wie diesen bekommen die die Worte Transparenz und Nachhaltigkeit ganz neue Bedeutung. Ein Skandal jagt den nächsten und die Verbraucher sind verunsichert. Am Rande der ganzen Pandemie Berichterstattung, drückt die Bundesregierung zusammen mit Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner eine Änderung der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung durch.

Dabei ist unbestreitbar: Der jetzt vorliegende Vorschlag, den NRW und Schleswig-Holstein ausgearbeitet haben, verschlechtert den Istzustand der Sauenhaltung. Und zwar für mindestens acht weitere Jahre. Wird er angenommen, wird den bemitleidenswerten Kreaturen sogar das bislang noch verbriefte Recht genommen, sich beim Liegen in den Metallkäfigen wenigstens ausstrecken zu können. Das aber ist notwendig, damit die Tiere in die Tiefschlafphase kommen können.

SPIEGEL Wirtschaft | Michaela Schießl | 02.07.2020
Quelle

Zudem werden in Großschlachtanlagen und Zerlegebetrieben wie bei Tönnies, über 16 Millionen Schweine die überwiegend aus solchen unzumutbaren Zuständen kommen, geschlachtet.

Die Profitgier wird dort auf dem Rücken der Tiere und nicht zuletzt auch auf dem Rücken der Mitarbeiter ausgetragen.

Wir als Gasthaus zum Taunus sind nie Teil dieser Maschinerie gewesen!

Seit der ersten Stunde legen wir großen Wert auf die Qualität, Herkunft und Haltung der Tiere für die von uns verwendeten Fleisch und Wurstwaren. Schon immer wissen wir ganz genau woher unser Fleisch kommt und wie die Tiere, welche für unseren Genuss sterben, gehalten wurden und werden.

Das von uns verwendete Schweinefleisch ist vom Strohschwein der Familie Roeders, deren Hof steht am Rande des knapp 1000–Seelen-Dorfs Behren-Lübchin unweit der Ostseeküste.

Unser Partner und Zulieferer Transgourmet URSPRUNG versorgt uns mit der erstklassigen Ware und sichert den Landwirten und Züchtern zu, dass diese auch die produzierten Produkte absetzen können, so lange diese unter der strengen Kontrolle von URSPRUNG so hergestellt werden wie bisher. Dies bringt Planungssicherheit zu den Manufakturen und sorgt somit dauerhaft für bessere Lebensmittel, nachhaltigen Umgang mit den Ressourcen und vor allem mehr Tierwohl.

Die Haltung der Tiere auf Stroh, wie hier praktiziert, ist selten. Klassisch werden Schweine auf Betonböden mit Spalten gehalten. Die Roders setzten hingegen schon immer auf Stroh. Das ist zwar aufwändiger für den Bauern, aber viel besser für die Tiere. Die nutzen das Stroh ausgiebig zum Spielen, und wenn sie ruhen wollen, haben sie mit der dicken Einstreu immer eine weiche Liegefläche.

Das Lübchiner Strohschwein ist mit dem 1-Sternlabel des Deutschen Tierschutzbundes zertifiziert. Dies bedeutet unperforierte Liegeflächen, 40% mehr Platz im Stall als der Gesetzgeber vorschreibt. Die Tiere dürfen nicht betäubungslos kastriert werden (bei den Roeders werden sie gar nicht kastriert). Prophylaktische Antibiotika-Gaben sind verboten. Der Weg zum Schachthof darf höchstens 200 km betragen und der Schlachthof muss ebenfalls vom deutschen Tierschutzbund zertifiziert sein.

Sie liebe Gäste, dürfen nun selbst entscheiden, ob ein Schnitzel für 12,50 € noch zeitgemäß ist oder ob Sie mit gutem Gewissen bei uns ein handwerklich hergestelltes und mit liebe gekochtes Knusperschnitzel vom Strohschwein für 17,- € essen möchten.

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